Manchmal sind Glück und Unglück nah beisammen

Am dritten Spieltag der Meisterrunde mussten wir gegen den ungeschlagenen Herbstmeister antreten. Das alle Spiele der Rückrunde gleichzeitig Endspiele sind, haben wir schon einmal thematisiert. Die Leistungsdichte der 6 Mannschaften ist sehr ausgeglichen, da sind es oft kleine Dinge, die den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen. Unser Lazarett ist mittlerweile sehr gut gefüllt, wir müssen mittlerweile 6 Spieler ersetzen, dass aber nur am Rande erwähnt.

Der sehr unebene Rasenplatz in Schwerin nach einer Woche Dauerregen alles andere als im guten Zustand und dementsprechend schwer zu spielen, natürlich für beide Mannschaften, starteten wir sehr gut in die Partie, Schwerin setzte aber auch Akzente und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, mit hoher Kampf- und Laufbereitschaft auf beiden Seiten. Leider zollte Paul in der 14. Spielminute dem doch mäßigen Geläuf seinen Tribut. Ohne gegnerischen Einfluss verdreht er sich das Knie, die Diagnose heute Minuskussriss und Ende der Saison. Schade Paul, du fehlst uns schon jetzt und wir wünschen Dir natürlich eine gute Genesung. Danach spürte man auch erst einmal einen Schock in der Mannschaft. Die Jungs aus der Landeshauptstadt hatten jetzt mehr vom Spiel und unser Mittelfeld und die Abwehr waren jetzt mehr gefordert. So rief heute Stephan Malorny, der Trainer der 1.Herrenmannschaft, zum Pausentee, da Marcel zur Zeit auf Schulung ist (natürlich Fußball ). Ein durchaus akzeptabler Ersatz (grins). Jedenfalls fand er die richtigen Worte in der Kabine und unsere Jungs kamen noch motivierter zur 2. Hälfte. Anfangs mit frischer Luft wollte Schwerin nun mit Macht die Führung erzielen. Davor hatte der Trainer schon gewarnt und die Mannschaft, dementsprechend eingestellt, ließ sich auch nicht beirren und nach ca. zehn Minuten der 2. Halbzeit konnten unsere Jungs dann zulegen, übernahmen mehr und mehr das Geschehen und erarbeiteten sich einige Chancen. Schwerin wirkte nun zunehmend müde, ohne aber ihre Torgefährlichkeit zu verlieren. Trotzdem war der Förderkader jetzt dran. Heute war es am Ende ein Sieg des Willens auf dem sehr schweren Boden. Man merkte auch bei uns, die Erschöpfung nahm zu. Es wurde aber immer wieder der Kopf hochgenommen und gekämpft. Bis zum Schluss wurde der Gegner angelaufen. Großes Kompliment an die Mannschaft für ihre sehr gute Einstellung. In der 63. Minute gelang das goldene Tor sehr zur Freude aller Rostocker Anhänger. Nach Pfostentreffern endete die Partie unentschieden, in der Endabrechnung steht der 0:1 Sieg. Vielen Dank Stephan für die Unterstützung, Die Mannschaft und ich freuen uns auf die nächsten beiden Gastspiele, wenn Marcel wieder für seine B-Lizenz büffelt.

FC Förderkader: Janne Dethloff, Jannik Kletzin, Franz Kohn, Yannick Wolf, Malte Gerr, Alex Samoshyn, Max Natzius, Kevin Akogo, Moritz Röder, Clemens Kolodzeike, Erik Lohrmann, Domenik Jeschke, Paul Oldenburg, Thorbi Damrau

Andreas Armster