A-Junioren spielen keine Relegation zur U19-Regionalliga

Am Sonntag hätten unsere A-Junioren in Berlin ihr Hinspiel um den Aufstieg in die Fußball-Regionalliga Nordost beim BFC Dynamo bestreiten sollen. Doch daraus wird nichts: Heute Abend (19.06.) wurde die Mannschaft vom Verzicht auf die Relegation unterrichtet. Bitter, aber dem Verein blieb keine Wahl. „Bis vor zwei Wochen sind wir nach vielen Gesprächen mit dem Team davon ausgegangen, dass wir mit der jetzigen Mannschaft und der einen oder anderen Verstärkung in die nächste Saison gehen. Doch inzwischen hat sich der Stand radikal verändert. Ohne vorherige Information wollen nunmehr diverse Spieler den Verein verlassen, es gab eine regelrechte Kettenreaktion“, informiert U19-Trainer Sebastian Turowski. „Wir waren voll auf die Relegation fokussiert, haben sogar zweimal unseren Gegner beobachtet, und natürlich sind wir jetzt enttäuscht. Doch auf Grund der aktuellen Situation ist es definitiv die richtige Entscheidung, keine Aufstiegsspiele zu bestreiten.“

Wenn sich die Mannschaft dort durchgesetzt hätte, so Turowski, wäre die Gefahr zu groß gewesen, dass der verbliebene Kader 2017/18 in der Regionalliga verheizt wird. Horst Greinert, Vorstandsvorsitzender unseres Vereins, verdeutlicht die Problematik: „Wir waren uns Ende der 1. Halbserie mit der Mannschaft darüber einig, dass wir das Ziel Relegation angehen. Es war der gemeinsame Wille des Teams. Das sind 17-, 18-Jährige, die wissen sollten, dass das, was sie sagen, auch Konsequenzen hat. Wir haben uns auf ihr Wort verlassen.“ Der Verein habe sowohl materiell als auch finanziell die Vorbereitungen für die Qualifikationspartien und einen eventuellen Aufstieg getroffen. „Das wäre alles gegangen“, versichert Horst Greinert. „Doch leider mussten wir inzwischen erfahren, dass sich eine ganze Reihe von Spielern des jüngeren Jahrgangs verabschieden will, weil sie ihre Perspektive u. a. bei der Oberliga-Mannschaft des Malchower SV oder anderen Verbandsliga-Herren-Mannschaften sehen.“

Natürlich sei der FC Förderkader nach wie vor ein Ausbildungsverein, „es ist ja Sinn und Zweck unseres Tuns, es den Talenten zu ermöglichen, mal höherklassig zu spielen. Insofern haben wir Verständnis, das freut uns sogar – nur sind wir der Meinung, dass der Schritt zu den Männern für noch nicht mal 18-Jährige ein bißchen früh kommt und sie sich lieber bei uns noch hätten ein Jahr Erfahrungen und Kenntnisse dazuholen sollen. Wir wollen nach wie vor alles was der Verein erwirtschaftet in die Ausbildung des Nachwuchses und der Trainer investieren. Deshalb werden wir auch keine Entschädigungen fürs Fußballspielen zahlen und uns auch nicht auf einen Wettbewerb mit anderen Vereinen auf diesen Gebiet einlassen.“ So jedoch sei ein Verzicht des FC Förderkader auf die Relegation und gegebenenfalls höhere Aufgaben in der kommenden Saison unumgänglich gewesen.

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