Oft werden Trainer wie Jürgen Klopp oder auch Pep Guardiola als Beispiel dafür genommen, wenn es im Spitzenfußball um Kontinuität geht. Im Amateurbereich, bei unserem Förderkader, traf dieser Begriff vor allem auf unseren Jahrgang 1999 zu. Über zehn Jahre kickten die meisten der Jungs zusammen in einem Team, feierten Aufstiege von der Kreis- in die Landesebene und sicherten dem Klub den ersten Titel überhaupt. 2016/2017 holten sie den ersten Landesmeistertitel überhaupt in der Altersklasse der A-Junioren.
Hervorgegangen war die Mannschaft aus der Fußballschule von René Schneider. Der Europameister von 1996 wollte den Kids nach der Fußballschule eine Perspektive in einem Verein bieten und gründete zusammen mit seinem langjährigen Weggefährten Henryk Pyritz am 2. Januar 2006 (Eintrag ins Vereinsregister) den Klub. Der Spielbetrieb startete im Sommer.
Oliver Svatikov war einer der Jungs, die den gesamten Nachwuchs beim Förderkader verbrachten. „Es fühlte sich damals in der Anfangszeit wie ein Aufbruch in eine neue Zeit an. Unsere Eltern waren sofort ein Teil des neuen Vereins, sind bei vielen Turnieren mitgefahren, haben Kuchen gebacken, waren immer für uns als Mannschaft da. Alle haben an einem Strang gezogen und hatten richtig Lust auf die Sache und sich uns total verbunden gefühlt“, schwärmt der Wahlberliner rückblickend.
„Der Kern des Teams ist immer zusammengeblieben. Wir haben so viele Turniere in so vielen Städten gespielt. Eines der Highlights war ein C-Junioren-Turnier von Hannover 96, was wir noch als D-Junioren gespielt hatten. Das haben wir völlig überraschend nach Elfmeterschießen im Finale gegen Hannover gewonnen. Das war ein total prägender Moment“, erinnert sich der frühere Marineblaue, der mit seinem Team eine Erfolgsgeschichte schrieb.
Neben den Spielern waren insbesondere das Autohaus Ruw, das griechische Restaurant Hellas aus Warnemünde und die Ünlü-Group mit Inhaber Nihat Ünlü sowie die Fußballschule René Schneider selbst wegweisende Unterstützer der Mannschaft und des Vereins in der Zeit.
Mittlerweile spielt keiner der Jungs mehr bei uns im Verein. Insbesondere die beruflichen Pfade machen das nicht mehr möglich. Die Erinnerung an diese schöne und wegweisende Pionierarbeit im Verein bleibt allerdings für immer bestehen. Danke an die 99er und ihrem langjährigen Cheftrainer Henryk Pyritz, dass ihr unserem Verein den Weg geebnet habt.





